Connected Space – ein Berner Staffellauf der Kunsträume

Lokale Kunsträume gehen in Bern zu Gast und laden derweil auswärtige Initiativen zu sich ein

Connected Space verbindet Räume der Kunstproduktion. In diesen selbstorganisierten Räumen entsteht Kunst, es wird Kunst gezeigt und über Kunst gesprochen. Von Oktober 2019 bis März 2021 lässt das Projekt Connected Space lokale Kunsträume und Initiativen in bislang nicht künstlerisch genutzte Orte in Bern zu Gast gehen. Dadurch entsteht im angestammten Projektraum Platz für gleich viele Initiativen aus anderen Städten der Schweiz. Auf Einladung der Berner Kunsträume erhalten diese Projekte von ausserhalb die Möglichkeit, eine Produktion oder eine Ausstellung in den Räumlichkeiten der Gastgeberinitiative zu realisieren.

Connected Space entfacht über diese fünfzehn Monate ein Lauffeuer, das zur nationalen Ausstrahlung der Hauptstadt als Kultur-Hotspot beiträgt, die Vernetzung in- und ausserhalb der Berner Kunst- und Kulturszene stärkt, mehr Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum zur Folge hat und Experimente in der Kunstproduktion ermöglicht. Der kulturellen Teilhabe und Vermittlung wird besonderen Platz eingeräumt – zwei Kunstvermittlerinnen entwickeln gemeinsam mit den Kunsträumen Formate, die die Menschen vor Ort einbeziehen. Connected Space wurde im Rahmen der Ausschreibung des Hauptstadtkulturfonds für das Kollektiv Bern, einem Zusammenschluss der selbstorganisierten Projekträume und Initiativen in Bern, konzipiert.

4. Staffellauf

21. Okt 2020 – 09. Jan 2021

Vierter Staffellauf von Connected Space 

21. Oktober – 9. Januar 2021

Darwinistische Zustände im Kunstbetrieb, fremde Stimmen im LOEB und im November in einem öffentlichen Bümplizer Brunnen baden? Genau das haben wir in der vierten Staffel von Connected Space vor – aber alles der Reihe nach: 

Sportkollektion im Brocki und Signature-Haarschnitt für alle Was sucht ein*e Künstler*in in einem Brockenhaus, ausser vielleicht neue Teile für die persönliche Garderobe? Stattdessen wird ein Happening daraus; ein Künstler, der sich selbst zur Marke Sport erklärt und im HIOB Brockenhaus in Bümpliz Süd seine eigens dafür kreierte Kollektion vorstellt. Keine Kollektion, dafür ein neuer Signature-Haarschnitt erwartet die Besucher*innen eine Woche später beim Happening im Frenchy Store, dem Secondhandladen für Sportkleidung. 

„Survival of the fittest – Überleben im Kunstbetrieb“ So betitelt der Kunstraum sic! aus Luzern das Spiel, zu dem die Besucher*innen in der Cabane B, wo er zu Gast ist, eingeladen werden. In der spielerischen Talkshow werden ohne Lamento die erwerbstechnischen Knackpunkte von Kulturarbeiter*innen thematisiert und kreative Überlebensstrategien gesucht. 

Stimmen im LOEB  Was wohl die Kund*innen des LOEBs Anfang November denken werden, wenn plötzlich Stimmen und Geflüster aus der Lautsprecheranlage klingen, die absolut nichts mit Produktanpreisungen zu tun haben? Die rezitierten Texte und Gedichte handeln von ephemeren Spuren persönlicher Erfahrungen und verschwinden, wie sie gekommen sind; man weiss nie, wo man ihnen das nächste Mal begegnet. 

Zu Gast im Wissenschaftslabor Kunst und Wissenschaft verstehen sich ja bekanntlich gut, artistic research greift seit Jahrzehnten um sich und ist längst als Schulterschluss zwischen den Disziplinen etabliert. Der Kunstraum Dreiviertel zieht von der Monbijoustrasse zur Uni Bern und zwar ins Physikalische Institut – dort wird an der Fortführung des interdisziplinären Projekts Reagenz weitergetüftelt. «Transitorische Turbulenzen» verspricht unterdessen das Kollektiv lotsremark Projekte. Eingeladen vom Kunstraum Dreiviertel realisiert das Kollektiv eine Ausstellung konzeptueller Werke aus dem Zeitraum von 1968 bis heute. 

Brunnen gehn, statt Baden gehn Anstatt in die Sauna oder in den Hotpot kann man diesen Herbst einfach nach Bümpliz auf den Dorfplatz: Das Kollektiv Hotel Regina aus Basel lädt zum «Brunnengehn» in Bümpliz ein. Anstatt ins Bad begeben sich die Besucher*innen in den zuvor auf 39° aufgeheizten Bümplizer Davidbrunnen. 

Ab aufs Dach – auf ins neue Jahr! Als krönender Abschluss begibt sich der Grand Palais (ein Kunstraum, der normalerweise im Wartehäuschen auf dem Helvetiaplatz beheimatet ist) aufs Dach. Mit künstlerischen Positionen, die mit dem «offenen Raum» arbeiten, geht’s ins neue Jahr, dem das Publikum dank dem Standort mit Weitsicht begegnen kann. 

21. OKT – 12. NOV 2020
CABANE B zu Gast im
HIOB BROCKENHAUS & FRENCHY STORE online Shop
SIC! RAUM FÜR KUNST online zu Gast in der
CABANE B

31. OKT - 21. NOV 2020
LA RADA  zu Gast im
OUTSIDE ROHLING

5. - 19. NOV 2020
+41 (0)800 00 12 16 - A VOICE MESSAGE PROJECT zu Gast im  
LOEB WARENHAUS

6. NOV – 25. NOV 2020
KUNSTRAUM DREIVIERTEL zu Gast im
WISSENSCHAFTSLABOR DER UNI BERN
LOTSREMARK PROJEKTE zu Gast im
KUNSTRAUM DREIVIERTEL

25. NOV 2020
HOTEL REGINA und die BRUNNENHEIZER*INNEN zu Gast bei 
TUN im BÜMPLIZER DAVIDBRUNNEN

9. DEZ – 9. JAN 2021
GRAND PALAIS zu Gast auf den
DÄCHERN DER STADT
SHARIF BARUWA (WIEN) & FLURINA SOKOLL (BERMUDA) zu Gast im
GRAND PALAIS

 

02.10. –
20.11.

Schaufenster, Ausstellung: Palazzina

von Palazzina
JUNKERE 11

Der minimale Offspace JUNKERE 11 in der Berner Altstadt erhält Besuch vom maximalen Offspace und Künstler*innenhaus PALAZZINA. Die achtköpfige Crew aus Basel sind die Kunstschaffenden Mathieu Dafflon, Victoria Holdt, Simone Holliger, Géraldine Honauer, Noemi Pfister, Luca Rossi, Kelly Tissot, und Ines Tondar Die JUNKERE 11 ist so etwas wie ein Fenster mit Räumchen und wird von Yvonne Gempeler geführt.

Mo – So00 – 24h
Sa
31.10.
19h

ABGESAGT, Vernissage: Stage for disappearance - Lisa Lurati kuratiert von Riccardo Lisi

von La Rada
Outside Rohling
19h

«The stage doesn’t tell a story. As the plants aren’t about a specific type of flora. It is a mix of all plants we look at, but also clouds, but also a forest and a landscape. And those big plants come from the past, and from the future, and they meet in the present, with the ones I found yesterday, walking.» (Lisa Lurati)

Ausstellung 1. – 21. November Öffnungszeiten Di & Sa 14 – 17 Uhr

01.11. –
21.11.

Ausstellung: Stage for disappearance - Lisa Lurati kuratiert von Riccardo Lisi

von La Rada
Outside Rohling

«The stage doesn’t tell a story. As the plants aren’t about a specific type of flora. It is a mix of all plants we look at, but also clouds, but also a forest and a land- scape. And those big plants come from the past, and from the future, and they meet in the present, with the ones I found yesterday, walking.» (Lisa Lurati)

Vernissage Sa 31. Oktober, 19 Uhr

Di – Sa14 – 17h
05.11. –
07.11.

Telefon: Speaking in Leaks

von +41 (0)800 00 12 16 – A VOICE MESSAGE PROJECT
Loeb Warenhaus

Die akusmatischen Stimmen des <a voice message project> dehnen sich auf eine andere, bestehende Infrastruktur aus; während drei Tagen wird das LOEB Warenhaus zum Resonanzraum. Immer wieder klingen die Stimmen aus der Lautsprecheranlage, sie summen, singen und rezitieren Gedichte und Texte, die von ephemeren Spuren persönlicher Erfahrungen handeln.

Ein Projekt von Johanna Kotlaris, Marc Norbert Hörler, Ines Marita Schärer
Rufen Sie an: +41 (0)800 00 12 16

Do – Sa09 – 19h
Fr 06.11.09 – 21h
Sa 07.11.08 – 17h
Fr
06.11.
19h

Eröffnung: Transitorische Turbulenzen

von Lotsremark Projekte
Dreiviertel
19h

Lotsremark Projekte zeigt bei Dreiviertel unter dem Titel <Transitorische Turbulenzen> Werke von Sena Başöz (TR), Marcel Broodthaers (BE), Joseph Leung (HK), Herbert Starek (AT) und George Steinmann (CH). Ausgewählt von Janine Stoll & Harald Kraemer treffen konzeptuelle Werke aus dem Zeitraum 1968 bis 2020 aufeinander, die kritisch Systeme hinterfragen.

Ausstellung 7. – 25. November

07.11. –
25.11.

Ausstellung: Transitorische Turbulenzen

von Lotsremark Projekte
Dreiviertel

Lotsremark Projekte zeigt bei Dreiviertel unter dem Titel <Transitorische Turbulenzen> Werke von Sena Başöz (TR), Marcel Broodthaers (BE), Joseph Leung (HK), Herbert Starek (AT) und George Steinmann (CH). Ausgewählt von Janine Stoll & Harald Kraemer treffen konzeptuelle Werke aus dem Zeitraum 1968 bis 2020 aufeinander, die kritisch Systeme hinterfragen.

Eröffnung Fr 6. November, ab 19 Uhr

Do
12.11.
19h

Spiel des Lebens, (online): Survival of the fittest – Überleben im Kunstbetrieb

von sic!
Cabane B
19h

Sic! bereitet einen Online Beitrag vor.
Mehr Infos folgen.

Moderiert von Daniela Brugger (Künstlerin) und Laura Breitschmid (Kuratorin) spielen die Besucher*innen ein «Spiel des Lebens», in dem erwerbsbiographische Knackpunkte von Kulturarbeiter*innen ohne Lamento thematisiert und kreative Überlebensstrategien diskutiert werden. Mit Damian Christinger (Kurator & Kulturarbeiter), Brigitte Dätwyler (Künstlerin, Dozen- tin & Unternehmerin), Prof. Dr. Peter J. Schneemann (Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart, Universität Bern) und Annina Zimmermann (Fachspezialistin Kunst der Kulturstadt Bern). Anschliessend Suppe & Bier.

Konzept und Umsetzung: Daniela Brugger & Katharina Brandi

Mi
25.11.
18 – 23h

Brunnengehen

von Hotel Regina
Bümplizer Davidbrunnen
18 – 23h

Die Basler Brunnenheizer*innen und mit ihnen das Kollektiv Hotel Regina, heizen schweizweit Dorf- und Stadtbrunnen auf Badetemperatur und kommen nun zum Saisonauftakt nach Bern. In Bümpliz installieren sie sich mit ihrem selbstentwickelten Ofen und laden abends zum «Brunnen gehn» ein. Das Baderitual vereint Menschen im 39°C warmen Wasser. Wer nicht badet, kann am Brunnenrand Tee trinken oder Wasser durchs Heizsystem pumpen.

Das Kollektiv TUN wird den Anlass mit einer kulina- rischen Installation umrahmen. Die Corona-Schutzmassnahmen werden entsprechend gewährleistet.

05.12. –
09.01.

Ausstellung

von Sharifa Baruwa & Flurina Sokoll
Grand Palais

Im Rahmen von Connected Space lädt der GRAND PALAIS Flurina Sokoll und Sharif Baruwa für eine gemeinsame Ausstellung ein. Die Künstler*innen arbeiten mit Objekt und Skulptur. Ihre Arbeiten treten im Ausstellungsraum in einen Dialog.

Vernissage Fr 4. Dezember, 19 – 22 Uhr Soirée vin chaud 18. Dezember, 19 – 22 Uhr

Mi
09.12.
18 – 21h

Vernissage

von Grand Palais
Dachterrasse
18 – 21h

Auf dem Dach unter freiem Himmel zeigt der GRAND PALAIS künstlerische Positionen, die mit dem offenen Raum arbeiten. Der direkte Kontakt mit dem Publikum steht dabei im Zentrum. Installationen und Perfor- mances von Beat Meyer und Franziska Opladen (Ate- lier Etcetera), Jasmin Bigler und Nicole Weibel, Roger F. and the Structure, Matteo Pedruzzi und Gabriela Weidmann.

Performance I Di 15. Dezember, 18–20 Uhr Performance II und Konzert Do 17. Dezember, 18 – 21 Uhr Ausstellung Mi 9. Dezember – Fr 18. Dezember

09.12. –
18.12.

Ausstellung

von Grand Palais
Dachterrasse

Auf dem Dach unter freiem Himmel zeigt der GRAND PALAIS künstlerische Positionen, die mit dem offenen Raum arbeiten. Der direkte Kontakt mit dem Publikum steht dabei im Zentrum. Installationen und Perfor- mances von Beat Meyer und Franziska Opladen (Ate- lier Etcetera), Jasmin Bigler und Nicole Weibel, Roger F. and the Structure, Matteo Pedruzzi und Gabriela Weidmann.

Vernissage Mi 9. Dezember, 18 – 21 Uhr Performance I Di 15. Dezember, 18–20 Uhr Performance II und Konzert Do 17. Dezember, 18 – 21 Uhr

Di
15.12.
18 – 20h

Performance

von Grand Palais
Dachterrasse
18 – 20h

Auf dem Dach unter freiem Himmel zeigt der GRAND PALAIS künstlerische Positionen, die mit dem offenen Raum arbeiten. Der direkte Kontakt mit dem Publikum steht dabei im Zentrum. Installationen und Perfor- mances von Beat Meyer und Franziska Opladen (Ate- lier Etcetera), Jasmin Bigler und Nicole Weibel, Roger F. and the Structure, Matteo Pedruzzi und Gabriela Weidmann.

Vernissage Mi 9. Dezember, 18 – 21 Uhr Performance II und Konzert Do 17. Dezember, 18 – 21 Uhr Ausstellung Mi 9. Dezember – Fr 18. Dezember

Do
17.12.
18 – 21h

Performance, Konzert

von Grand Palais
Dachterrasse
18 – 21h

Auf dem Dach unter freiem Himmel zeigt der GRAND PALAIS künstlerische Positionen, die mit dem offenen Raum arbeiten. Der direkte Kontakt mit dem Publikum steht dabei im Zentrum. Installationen und Perfor- mances von Beat Meyer und Franziska Opladen (Ate- lier Etcetera), Jasmin Bigler und Nicole Weibel, Roger F. and the Structure, Matteo Pedruzzi und Gabriela Weidmann.

Vernissage Mi 9. Dezember, 18 – 21 Uhr Performance I Di 15. Dezember, 18–20 Uhr Ausstellung Mi 9. Dezember – Fr 18. Dezember

Connected Space Effingerstr. Lorrainestr. Bernstr. Eigerstr. Zieglerstr. Lorrainebrücke Speicherg. Kramg. Monbijoustr. Bundesgasse Laupenstr. Schlossstr. Bethlemenstr. Papiermühlestr. Nordring Ostermundigenstr. Kirchenfeldstr. Thunstr. Seftigenstr. Weissensteinstr. Schwarzenburgstr. Hessstr. Länggassstr. Neubrückstr.
9a am StauffacherplatzStauffacherstrasse 7
  • Tram 9 > Breitenrain
AntichambreGerechtigkeitsgasse 74
  • Bus 12 > Rathaus
Cabane BMühledorfstrasse 18
  • S-Bahn 5, 51, 52 > Bahnhof Bümpliz Nord
  • Bus 27 > Bahnhof Bümpliz Nord
Galerie 3000Waisenhausplatz 30
  • Tram 6, 7, 8, 9 > Bärenplatz
  • Bus 20 > Bollwerk
  • S-Bahn alle > Bahnhof Bern
DreiviertelMonbijoustrasse 69
  • Tram 9 > Sulgenau
  • Bus 19, 28, 31 > Sulgenau
gepard14Schützenstrasse14
  • Bus 10 > Hessstrasse
Grand PalaisThunstrasse 3
  • Bus 19 > Helvetiaplatz
  • Tram 6, 7, 8 > Helvetiaplatz
Palazzinazu Gast in derJUNKERE 11Junkerngasse 11
  • Bus 12 > Nydegg
Outside RohlingJustingerweg 4
  • Bus 19, 28, 31 > Thunplatz
  • Tram 7, 8 > Thunplatz
SattelkammerZähringerstrasse 42
  • Bus 12 > Mittelstrasse
  • Bus 11, 21 > Bierhübeli
SchwobhausFalkenhöheweg 15
  • Bus 12 > Universität
  • Tram alle > Bahnhof Bern
TerrainLorrainestrasse 27
  • Bus 20 > Lorraine

Info

KOLLEKTIV BERN

Der 2012 gegründete offene Interessenverbund der Berner Kunsträume und Initiativen hat zum Ziel, die Belebung und Vernetzung einer aktiven Kunstszene voranzutreiben und sich für die Sichtbarkeit und Vermittlung eines breiten kulturpolitischen Wirkens und Engagements dieser Projekte einzusetzen. Nebst internen Anlässen hat das Kollektiv in der Vergangenheit öffentliche Veranstaltungen wie das Kollektiv Open Weekend mit koordinierten Öffnungszeiten (als Pendant zum Galerienwochenende), Vermittlungsangebote, Podiumsdiskussionen und ein öffentliches Fest im PROGR organisiert. In nächster Zeit steht zusätzlich zu regelmässigen internen Veranstaltungen das gemeinsame Projekt Connected Space an, in dessen Rahmen einer breiten Öffentlichkeit auf eine zugängliche Art und Weise aktuelle Kunst geboten wird.

Gründungsmanifest (PDF)

Kontakt

Virginie Halter

Yvonne Lanz

Barla Pelican und Elisa Schiltknecht